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Meine Vorbereitung auf den nächsten Marathon

App-solut fit

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Morgens um 7 Uhr springt der Radiowecker an. Erst Ruhepuls messen, dann führt der Weg direkt ins Bad. Etwas Druck von der Blase lassen. Plitsch, platsch, plitsch … nein, das sind, trotz des hohen Mineralwasserkonsums, keine Nierensteine, die da in die Kloschüssel purzeln.
Nein, es ist Regen, der aufs Dachfenster fällt. Plitschplischplatschplatschplitsch … Och, ne! Jetzt fängt es auch noch richtig an zu schütten. Ganz ehrlich: Da mache ich doch gleich wieder kehrt, mummel mich noch mal in meine warme Bettdecke und aktiviere den zweiten Weck-Alarm für später. Im Regen laufen — Mundwinkel nach unten — muss ich nicht haben. Mir reicht es schon, dass nach den tagelange Güssen überall Pfützen oder Matschlöcher sind, über die man drüber hüpfen oder um die man herum laufen muss. Ansonsten holt man sich nasse Füße. Oder man rutsch womöglich auf glibschigem Killerschleim aus, der aus irgendwelchen Güllebombern auf die Straße gekleckert ist. Ganz toll. Da kann ich gut drauf verzichten. Im Sommer mal von einem Schauer überrascht werden, das mag ja noch erfrischend sein. Aber wenn die Laufklamotten gleichermaßen von innen und wie von außen nass werden. Danke nein, andere dürfen da gerne laufen gehen, ich leg mich wieder hin.
Nicht, dass jetzt jemand denkt, ich sei ein Weichei: Das gilt für Trainingsläufe. Wäre ich für einen Wettkampf gemeldet, würde ich selbstredend loslaufen. Da kenne ich ja nix. Beim Störlauf im vergangenen Jahr war das so … naja, halbwegs. Da hat es den ganzen Tag geschüttet, es war richtiges Ekelwetter. Aber pünktlich zum Start des Zehn-Kilometer-Laufs später am Nachmittag hörte es plötzlich auf und alles wurde gut. Das war mein erster Wettkampf — und der hat richtig Spaß gemacht.
Es ist ja nicht so, dass ich an lauffreien Tagen nichts tun würde. Eine meiner ersten Anschaffungen war die Liegestütze-App von Runtastic. Nicht, dass man Liegestütze nicht auch einfach so alleine machen könnte. Aber ich mag ja so ein technisches Spielzeug. Bei jeder Liegestütze muss man so tief runter, dass  mit der Nase auf das Display des Smartphones gestupst werden kann. Dann wird sie gezählt. Ich muss gestehen, als ich damit anfing, habe ich maximal drei oder vier hintereinander geschafft. Dank des ausgeklügelten Programms waren es bald zehn, dann 25 jetzt peile ich die 50 an. Einziger Haken an der Geschichte: Wehe man setzt mal eine Weile mit Liegestützen aus. Ehe man sich versieht ist die „Kondition“ wieder dahin. Echt ärgerlich, wie man dadurch wieder zurück fällt.
Wie heißen Situps eigentlich auf Deutsch? Egal. Auch dafür bietet Runtastic eine App. Die Hände vor der Brust verschränken und dabei das Handy halten, dann wird jeder Situp gezählt. Mir macht das keinen Spaß, die Bewegungen werden auch nicht immer sauber erfasst. Zum Training der Bauchmuskulatur verwende ich aktuell die Sixpack-App. Sie umfasst jeweils verschiede Trainings-Übungen, erfasst aber nichts, stattdessen werden kleine Videos gespielt, auf denen man die saubere Ausführung erkennen kann.
In der Runnersworld hat Sabrina Mockenhaupt vor einer Weile Kraftübungen vorgestellt. Mo Farah absolviere solch ein Training auch. Wenn zwei so kompetente Läufer sich dafür aussprechen … also, das muss schon was Ordentliches sein. Die Beschreibungen sind aber teils etwas dünn und die Bilder nicht unbedingt so aussagekräftig. Aber das mag subjektives Empfinden sein.
DER Guru in Sachen Krafttraining ist zurzeit ja wohl Mark Lauren. Früher hat er amerikanisch Elitesoldaten fit gemacht, jetzt so Moppelchen wie mich. Laufen mag er nicht, weil es nach seiner Auffassung nur wenige Kalorien verbrennt und nicht zu Muskelauf-, sondern Abbau führt. Muckibuden lehnt er ebenfalls ab, da ihm die Übungen zu einseitig sind. Das Besondere an seinem Training ist, dass ohne Geräte nur mit dem eigenen Körpergewicht gearbeitet wird. Im amerikanischen Original heißt das „you are your own gym“ und in der deutschen Übersetzung schlicht: „Fit ohne Geräte“. Das Programm gibt es als Buch, als dreiteiliges DVD-Set und als App. Jeder wie er mag. Das Buch hat mir nicht so zugesagt, die App habe ich noch nicht getestet, aber die DVD scheint mir gut zu sein. Die Übungen sehen gar nicht so schwierig aus, hauen aber teilweise ganz schön rein. Je eine Scheibe richtet sich an Einsteiger, Erfahrene und Fortgeschrittene.

Na denn, viel Spaß beim ausprobieren. Oder hat jemand noch andere Vorschläge, wie man sich gut fit hält?

Ein Kommentar

  1. Sehr nette und interessant zu lesende Seite. 😉
    Vor allem die Tipps mit den Apps haben mir echt gut gefallen. Da ich jetzt auch wieder mit dem Laufen angefangen habe und eigentlich mit demselben Equipment rumrenne, finde ich Deine Berichte echt interessant.
    Nur einen Marathon wird es auf absehbare Zeit für mich nicht geben. Ich fange erstmal mit einem 10km-Lauf an im Juli an.

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