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Meine Vorbereitung auf den nächsten Marathon

Mehr WM wäre nicht gut gewesen

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Gott sei Dank ist sie vorbei. Endlich Schluss. Die Fußballweltmeisterschaft ist beendet. Glücklicherweise ja sogar sehr erfolgreich für uns — wir sind Weltmeister. Aber ganz ehrlich: Viel länger hätte ich das nicht mehr ausgehalten.
Es ist ja nicht so, dass ich kein Fußballfan wäre. Ganz im Gegenteil. Wenn es sich irgendwie zeitlich einrichten ließ, habe ich natürlich alle Spiele geguckt. Ja, teilweise habe ich mich sogar noch durch die Verlängerung gequält, um wenigstens im Elfmeterschießen Torschüsse zu sehen zu bekommen. Und zu einem gemütlichen Fußballabend vor der Glotze gehören natürlich auch ein oder zwei Bierchen, Chips, vielleicht ein paar mit Käse gefüllte Peperoni. Es ist grade Erdbeerzeit. Da gab es abends ab und zu ein gut gefülltes Schüsselchen mit gezuckerten roten Früchtchen und einem Klacks Schlagsahne oben drauf. Naschi haben wir selbstverständlich auch immer rumstehen.
Naja, wer vor der Glotze sitzt, bewegt sich naturgemäß wenig. Vielleicht mal schnell zum Klo eines der Bierchen wegbringen — das ist natürlich nicht sonderlich viel. Und da ist es halt passiert. Ich habe das Elend schon kommen gefühlt. Ich hatte mich bis zum letzten Loch meines Gürtels vorgearbeitet. Aber plötzlich fing die Hose an zu zwicken. Das vorletzte Loch war leider wieder angenehmer. Es mag sein, dass ich einen Hang zum Masochismus habe. Ich habe mich natürlich obendrein noch auf die Waage gestellt. Oh Schi…, zweieinhalb Kilo mehr. 25oo Gramm! Schwuppdiwupp quillt die Wampe wieder. Keine Fressorgie, nur die Fußballweltmeisterschaft. Danke Sepp und Jogi.
Aber nicht mit mir! Von Jojo-Effekt war keine Rede. Jetzt ist die WM ja vorbei, der letzte Jubel verklingt langsam, alles wird wieder gut. Allerdings nicht von alleine. Ich werde wohl was für oder besser gesagt gegen mein Gewicht tun müssen. Mal wieder eine Weile genauer auf meine Ernährung achten, die leckeren Dinkel-Croissants aus dem Reformhaus weg lassen. Chips sowieso. Oder zumindest etwas weniger davon. Und im Hinblick darauf, dass ich in Lübeck beim Marathon starten möchte, werde ich auch damit beginnen müssen, mein Laufpensum langsam wieder zu erhöhen. Das müsste ich allerdings unabhängig vom Gewicht ohnehin tun.
Als ausgesprochener Technik-Futzi habe ich meine Körperdaten natürlich auch online. Auf der Garmin-Connect-Seite gibt es dafür den Bereich „Gesundheit“. Theoretisch zumindest. Man kann sich dort die Entwicklung von Fettanteil, Muskelmasse, Körperwasser und wasweißichnoch für Parametern anzeigen lassen. Nur dummerweise können diese Werte nicht manuell eingepflegt werden. Nur das Gewicht darf eingetippt werden. Auf alle andere Felder besteht kein Zugriff. Es soll Waagen geben, die das irgendwie vollautomatisch können — extrem teuer und trotzdem leider nur mit Fußsensoren ausgestattet. Der Messstrom fließ nur durch die Beine. Ich benutze eine Omron BF 511. Die verfügt über ein Handteil, der Strom fließt also durch den ganze Körper, was genauere Daten liefern soll. Die so ermittelten Werte können über die iPhone-App „Weight connector“ zu Connect übertragen werden. „Konnten“ muss ich wohl korrekterweise sagen. Garmin fummelt in jüngster Zeit massiv an der Seite rum, ein Relaunch ist in Vorbereitung. Dabei wird wohl auch die Körperdaten-Schnittschnelle verändert. Das kleine Programm funktioniert regelmäßig nicht. Der Entwickler müht sich dann, ein Update zu liefern, aber er scheint jetzt wohl die Nase von den ständigen Änderungen voll zu haben — die App wird nicht mehr angeboten. Seit ein paar Wochen scheitern die Upload-Versuche. Aus mir unerfindlichen Gründen hat Garmin auch in der neuen Version der Conncet-Seite bislang keine Möglichkeit vorgesehen, die Werte manuell einzugeben.
Es gibt aber auch gute Nachrichten. Nach meiner kniebedingten Pause war mein VO2-Max-Wert abgesunken. Zwar nur ein Punkt, aber sowas ist der Motivation natürlich nicht grade zuträglich. Oder vielleicht grade doch? Nein, ich glaube nicht, dass ich deswegen jetzt mehr gelaufen bin. Wie auch immer: Ich habe den Punkt zurück, stehe wieder auf VO2-Max 47, nachdem ich gestern Abend eine schöne Runde über den ehemaligen Bahndamm von Oldesloe nach Rohlfshagen gelaufen bin. Nicht zu warm, eine leichte Brise … das sind andere auch auf dem Geschmack gekommen. So viele Läufer sind mir noch nie entgegen gekommen.
Meine Garmin Forerunner 620 zickt momentan leider. Die Wlan-Funktion, mit der die Laufdaten zwischen Schuheausziehen und Elektrolyte wieder auffüllen automatisch ins Internet geladen werden, funktioniert nicht mehr. Sie lässt sich nicht mehr zum Funken bewegen. Der Trick, Netze zu löschen und neu wieder anzulegen, funktioniert leider nicht mehr. Ich habe keine Ahnung, was das sein könnte und Garmin konnte bislang leider auch nicht helfen.

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