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Meine Vorbereitung auf den nächsten Marathon

Köhlbrandbrückenlauf 2014 – es geht bergauf

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3. Oktober — Tag der deutschen Einheit — der Termin ist seit vier Jahren bei Läufern in Norddeutschland geblockt: Da veranstaltet der Hamburger Leichtathletikverband den Köhlbrandbrückenlauf.

Jette und Andreas Olbertz mit einem kleinen Fotobomber im Hintergrund.

Jette und Andreas Olbertz mit einem kleinen Fotobomber im Hintergrund.

Dafür muss man wissen, die Köhlbrandbrücke ist mit ihren 135 Meter hohen Piloten nicht nur ein weithin sichtbares, markantes Hamburger Bauwerk, sondern auch eine der Hauptverkehrsadern des Hamburger Hafens. Normalerweise reiht sich auf der Brücke ein Laster an den nächsten. Fußgänger oder Radfahrer kommen da nicht rauf — eigentlich. Wie gesagt, am 3. Oktober, wird die Brücke für den Fahrzeugverkehr während zwei kleiner Zeitfenster gesperrt. Dann dürfen die Läufer rauf. Wer aber nicht mindestens eine Pace von neun Minuten schafft, wird gnadenlos vom Besenwagen eingesammelt. Die Brücke ist etwa dreieinhalb Kilometer lang, gute 50 Meter hoch, vier Prozent Steigung, Start und Ziel sind Am Windhukkai — da kommt noch der eine und andere Kilometer hinzu. Hin und zurück macht das in der Summe zwölf Kilometer und ein ordentliches Profil. Oben auf der Brücke riecht es zwar ziemlich chemisch, aber dafür wird man mit einem grandiosen Ausblick über den Hafen und Hamburg belohnt.

Vergangenes Jahr pfiff ein ziemlich strammer Wind. Diesmal war es ganz schön warm. 24 Grad am 3. Oktober. Kurze Hose, kurzärmeliges Shirt — das war mit Unterhemd schon zu warm. Unterwegs musste ich mein Verdeck öffnen und den Kopfschlauch zu einem Stirnband zusammenknüddeln. Konnte ja keiner ahnen und ich übe noch. Der barometrische Höhenmesser des Polar V800 hat die beiden Anstiege sehr schön erfasst. An der Pace-Kurve sieht man leider auch, dass ich immer noch nicht während des Laufens trinken kann. Darum der Einbruch kurz vor der Wendemarke.

Polarflow-Eintrag vom Köhlbrandbrückenlauf 2014

Ich frage mich, warum sich ausgerechnet die fußfaulen Läufer immer ganz vorne einsortieren müssen? Es ist einfach mörderanstrengend die alle zu überholen. Es wird nicht einfacher dadurch, dass Spaßläufer-Teams mit schweren Beinen wohl immer in einer Reihe nebeneinander laufen müssen. Ich fasse es einfach nicht. „Sach mal Olbertz, warum begibst du dich denn nicht früher in die Startaufstellung? Dann hättest du die Probleme nicht.“ Naja, ich musste noch mal am Glücksrad der Spaßkasse drehen. Ich habe immerhin ein neues Schlauchtuch gewonnen.

KöhbrandbrückeWas soll ich viele Worte machen. Es ist wieder grandios! Nach 1:06 war ich wieder im Ziel — elf Minuten schneller als 2013. Mein alter Schulfreund Frank Thaleiser hat als Organisator mit seinem Team wieder ganze Arbeit geleistet. Nur an einer Stelle ist ihnen ein kleiner Lapsus unterlaufen. Auf dem offiziellen Funktionsshirt zum Laufevent steht hinten „Köhbrandbrückenlauf“. Die werden in ein paar Jahren bestimmt als legendäre Sammlerstücke teuer gehandelt. Und ich Dödel hab’ mir keins gekauft, sondern nur meiner Tochter eins geschenkt.

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