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Meine Vorbereitung auf den nächsten Marathon

Der große Läufer-Frust

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Was soll ich sagen? Da gibt es nichts schön zu reden: Von wegen runners-high. Ich bin ziemlich frustriert. Ende März bin ich beim Travelauf den Halbmarathon in etwas über zwei Stunden gelaufen — und ich hatte das Gefühl, da wäre noch mehr möglich gewesen. Ein guter Lauf in der Vorbereitung auf den Hamburg Marathon. Ich hatte viel trainiert, ich habe viele Kilometer abgerissen, hauptsächlich Ausdauer, aber auch Tempoeinheiten und natürlich Langstrecke. Ein bisschen Krafttrainig und als Alternative bin ich ab und an geschwommen. Ich war mich sicher, gut auf meinen dritten Marathon vorbereitet zu sein. Eine Zeit so um und bei vier Stunden habe ich für möglich gehalten. Meine Garmin hat mir sogar einen Wert darunter prophezeit. Tja, Pustekuchen. 4:28-irgendwas sind es geworden. Sechs Minuten langsamer als vergangenes Jahr. Was für eine Enttäuschung.

Selfie HH-Marathon

Geschafft! Die Finnischer-Medaille nach dem Hamburg Marathon 2015

Dabei war ich gut unterwegs. Ich habe mich klasse gefühlt, die Stimmung an der Strecke war wieder super. Zur Halbzeit mit 2:02 Stunden noch gut im Plan. Scheiß auf die Regenschauer, voll in die Pfütze getreten, Wasser im Schuh – egal, hat mich alles nicht gestört. Irgendwann kam der vermutlich unvermeidliche Einbruch und dann laufe ich auch noch neben einem im Kostüm. „Elmooooo, Elmoooo“, jubeln die Zuschauer am Straßenrand. „Und was ist mit mir?“, möchte ich ihnen zurufen, um auch mal etwas gepusht zu werden. Aber die Puste spare ich mir lieber … und am Ende stehen dann leider nicht gut vier Stunden, sondern fast viereinhalb. Frust.

„Ist doch klasse“, „tolle Leistungen“, „Hauptsache geschafft“, sind Stimmen aus meinem Umfeld. Mehr als einmal habe ich zu hören bekommen: „Die Bedingungen waren ja auch nicht optimal.“ Oder: „Du darfst nicht vergessen, du bist ja auch ein Jahr älter.“ Ich bin mir nicht sicher, ob das Trost oder Spott ist.

Zwei Wochen später der Störlauf. Zehn Kilometer mit Vollgas durch Itzehoe und Umgebung. Der Puls durchbricht die 100-Prozent-Marke und was sagt die Uhr? Zwei Minuten langsamer als vergangenes Jahr. Das gibt’s doch nicht.

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Schön unterwegs bei Störlauf – auch wenn das Wetter unterwegs nicht so optimal ist. Foto: Rainer Störer

Da darf man doch wohl Frust kriegen, oder? Aber es hilft ja nix. Von Maulen und Trübsal-Blasen ist noch keiner Schneller geworden. Für mich steht fest: Ich trainiere zwar fleißig, aber offensichtlich falsch. Sonst müsste ich ja besser werden. Frei-Schnautze-Training bringt mich also nicht weiter. Ein qualifizierter Trainingsplan muss her! Und dann schaumer mal, was im Oktober in Lübeck so geht.

Es gibt aber auch etwas positives zu verkünden: Ich hatte in meinem Kurztest der Garmin Fenix 3 kürzlich die Genauigkeit des GPS bemängelt. Sowohl beim Hamburg Marathon als auch beim Störlauf war der Trainingscomputer deutlich genauer. Die automatischen Kilometersignale stimmten mit den Schildern am Straßenrand ziemlich überein. Da kann ich nicht meckern, im Gegenteil: Ich bin angenehm beeindruckt! Schade, dass ich nur die Fenix 3 mithatte. Mich hätte schon interessiert, wie sich Polar V800 und Runtastic auf dem iPhone parallel dazu geschlagen hätten.

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